Handzeichnung: ICE und Güterzug auf Strecke

Lärmschutz

Basis für diese sogenannte Lärmvorsorge sind die gesetzlichen Bestimmungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG, siehe dazu auch die Website des BMVI) und die Richtlinen aus der sogenannten „Schall03“. Darin sind Regeln zur Lärmvermeidung beim Neubau oder der wesentlichen Änderung von Verkehrswegen und verbindliche Grenzwerte festgelegt. Die gesetzlich vorgeschriebenen schalltechnischen Untersuchungen werden von unabhängigen Gutachtern durchgeführt. Konkrete Schallschutzmaßnahmen leitet die Deutsche Bahn aus der Höhe der Lärmbelastung und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Beim Ausbau für die S4 sind weitreichende aktive und passive Schallschutzmaßnahmen in einem Gesamtvolumen von derzeit knapp 100 Millionen Euro vorgesehen. In Hamburg werden davon fast zwei Drittel, in Schleswig-Holstein rund ein Drittel investiert. Darin enthalten sind aktive Maßnahmen, die den Schall am Entstehungsort direkt an der Strecke reduzieren, sowie passive Schallschutzmaßnahmen, die an den betroffenen Gebäuden wirken und bei Bedarf zusätzlich umgesetzt werden:

Aktive Maßnahmen

  • Schallschutzwände werden entlang der Strecke neu gebaut. Um Reflexionen des auftreffenden Schalls in höchstem Maße zu verhindern, werden die Schallschutzwände hochabsorbierend ausgebildet.
  • In zahlreichen Abschnitten kommt das „Besonders überwachte Gleis“ (BüG) zum Einsatz: Durch regelmäßiges Messen und Schleifen der Schienen wird der Geräuschpegel reduziert, denn eine glatte Oberfläche verringert das Abrollgeräusch der Räder.
  • In Kurven entsteht mehr Lärm, da die Wagenräder stärker gegen die Gleise gedrückt werden. Um diesen Effekt zu verringern, sind in Kurvenbereichen spezielle Schienenschmiereinrichtungen vorgesehen.
  • Auf Brücken werden Unterschottermatten unter dem Schotter ins Gleisbett eingelegt. Die elastischen Matten sorgen für deutlich weniger Schallemissionen.
Handzeichnung: Pendler und Frau mit Kind am Bahnsteig
Modell eines Schallschutzfensters
Schallschutzfenster zählen zu den passiven Schallschutzmaßnahmen (Quelle: Siegenia Werksfoto).

Passiver Schallschutz

  • Dort, wo die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte trotz aktiver Maßnahmen nicht eingehalten werden können, kommen passive Schallschutzmaßnahmen zum Einsatz.
  • Dabei handelt es sich um schalltechnische Verbesserungen an Gebäuden. Beispiele hierfür sind Schallschutzfenster und schallgedämmte Lüfter.

 

(Mehr zum Thema „Schallschutz bei der Deutschen Bahn“ finden Sie hier.)

Erschütterungsschutz

Neben Schallschutzmaßnahmen profitieren die Anwohner beim Bau der S4 auch von Maßnahmen des Erschütterungsschutzes. Innovative Technologien, zum Bespiel spezielle elastische Schwellenbesohlungen, verringern die Weiterleitung von Schwingungen in das Schotterbett und damit in die Umgebung.

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