Handzeichnung: Fahrgäste am Hamburger Hauptbahnhof

Meilenstein für das Nahverkehrsprojekt S4 (Ost)

Der Ausbau der S4 (Ost) von Hamburg bis nach Bad Oldesloe ist vom Bundesverkehrsministerium im Bundesverkehrswegeplan 2030 in den „vordringlichen Bedarf“ hochgestuft worden. Damit werden die Planungen für das Großprojekte-Team um Projektleiterin Bettina Gnielinski auch in finanzieller Hinsicht konkreter.

Projektleiterin Bettina Gnielinski (Quelle: LICHT FORM ARTE/M. Kuhn)

„Für uns ist diese Einstufung ein wichtiger Meilenstein in Richtung Realisierung der S4“, sagt Gnielinski. Das in drei Planfeststellungsabschnitte untergliederte und knapp eine Milliarde teure Infrastrukturprojekt erhält durch den Bund zusätzliche Antriebskraft. Und eine klare Aussage zum Bedarf dieses Nahverkehrsprojekts und den Umsetzungswillen der Beteiligten. Der Leiter der Großprojekte des Regionalbereichs Nord der DB Netz AG, Frank Limprecht, sieht in den neuen Botschaften „eine Wertschätzung der geleisteten Arbeit“. Die Bedeutung der S4 für die Metropolregion und zur Entlastung des Hauptbahnhofes Hamburg sei enorm. „Mit dem Bau der S4 werden wir der steigenden Nachfrage zwischen Hamburg und dem nordöstlichen Umland gerecht und sorgen mit zusätzlichen Gleisen für noch mehr Verlässlichkeit im Fahrplan.“ Die Schieneninfrastruktur im Norden der Republik werde in den kommenden zehn Jahren stark modernisiert. Eine zentrale Rolle käme dabei der S4 zu.

In den vordringlichen Bedarf hat der Bund insgesamt 29 Infrastrukturmaßnahmen der Deutschen Bahn gehoben. Die bauvorbereitenden Arbeiten bei der S4 (Ost) beginnen voraussichtlich Ende 2020, die Hauptmaßnahmen im Planfeststellungsabschnitt 1 im Frühjahr 2021. Gnielinski: „Mit den Festlegungen des Bundesverkehrsministeriums starten wir nun gemeinsam mit den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein in die abschließende Abstimmung zur Gesamtprojektfinanzierung.“

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