Handzeichnung: Fahrgäste am Hamburger Hauptbahnhof

Ohne Anlagenbetreiber keine S4! Die Rolle der Produktionsdurchführung Hamburg im Projekt.

Michael Hibner, Abschnittsmanager Produktionsdurchführung Hamburg, DB Netz AG

Wenn vom Bau der neuen S-Bahnlinie S4 (Ost) geredet wird, taucht immer wieder die DB Netz AG als Projektdurchführende auf. Doch wem gehört die Strecke nach der Fertigstellung eigentlich? Und wer hält sie instand, sorgt für einen pünktlichen und gefahrlosen Bahnbetrieb und stellt sicher, dass die Planer auch an alle Belange der Instandhalter und Betriebler denken?

Die DB Netz AG ist ein bundeseigenes Infrastrukturunternehmen. Die Bundesrepublik Deutschland übernimmt also die Verantwortung für alles, was die DB Netz AG baut und betreibt. Ein ureigenes Interesse, schließlich werden Steuergelder für Anlagen verbaut. Die Antwort auf den ersten Teil der Frage lautet damit: Die S4 würde dem Bund beziehungsweise allen Bürgern Deutschlands gehören. Sie wird vom Bereich Großprojekte der DB Netz AG gebaut und nach Fertigstellung vom örtlich ansässigen Anlagen-Management der DB Netz AG, der Produktionsdurchführung (PD) Hamburg, übernommen, instandgehalten und betrieben – im Auftrag des Bundes. Das wäre dann die Antwort auf den zweiten Teil der Frage.

Die PD Hamburg verantwortet den Betrieb von 2.130 Kilometer Gleisen, 3.369 Weichen, 1.332 Brücken und diversen weiteren Ingenieur- und Hochbauwerken. Sie gewährleistet eine hohe Anlageverfügbarkeit und wird an der erzielten Betriebs-Pünktlichkeit gemessen. Zu der PD Hamburg gehört Europas größter Rangierbahnhof in Maschen mit 679 Weichen und 176 Kilometer Gleisen sowie das Gleichstromnetz der S-Bahn mit 147 Kilometer Gleisen. Zusätzlich übernimmt die PD Hamburg die Betriebsdurchführung für die Hamburger Hafenbahn.

Meine Aufgabe als sogenannter Abschnittsmanager der PD Hamburg ist es, darauf zu achten, dass im Rahmen der Bauprojekte möglichst standardisierte Bauteile eingeplant und verbaut werden. Diese sollen unter anderem unserem Anspruch genügen, wartungsfreundlich, langlebig und in der Instandhaltung wirtschaftlich zu sein. Denn schließlich muss die PD viele Jahre lang mit den Anlagen leben und ist bestrebt, angesichts der anfallenden Kosten für deren Unterhalt einen größtmöglichen Nutzen mit den erneuerten Anlagen zu erwirtschaften.

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