Handzeichnung: Fahrgäste am Hamburger Hauptbahnhof

Podiumsdiskussion zur S4 – Schwerpunkt Güterverkehr

Rund 140 Gäste kamen am Montag, 23. Oktober 2017, im UCI Kinosaal 8 zusammen, um über die S4 zu diskutieren. Schwerpunktthema des Abends: Güterverkehr. Die DB Netz AG hatte Anwohner und Interessierte eingeladen, um Fragen zu klären und sich mit den Fachleuten des Projektes auszutauschen. Und so leitete der Moderator dann auch ein: „Wir wollen Ihre Anliegen intensiv und von unterschiedlichen Seiten beleuchten.“

Frank Limprecht, Leiter Großprojekte Norddeutschland für die DB Netz AG, brachte zunächst einmal alle Anwesenden auf den gleichen und neuesten Stand. Er kennt das Projekt seit 2009 und erläuterte die Motivation für die Veranstaltung an diesem Abend so: „Der Güterverkehr ist im Laufe der Jahre immer mehr in den Fokus der Diskussion gerückt. Unser Anliegen ist es, die Zusammenhänge zwischen dem Nahverkehrsprojekt S4 und dem Güterverkehr zu erklären.“

Dieser Zusammenhang steht in direktem Bezug zu einem weiteren Großprojekt: Der Festen Fehmarnbeltquerung. Wenn der Tunnel wie geplant im Jahr 2028 eröffnet wird, dann werden die Güterverkehre die Strecke nutzen, weil die kürzeste Route über Lübeck nach Hamburg führt. Immerhin hat ein gutes Drittel das Ziel Hamburger Hafen und etwa die Hälfte fahren über Hamburg Richtung West- und Süddeutschland. Tendenz stetig steigend. Käme die S4 nicht wie geplant, würden die Güterzüge dennoch diesen Weg wählen und sich die bestehende Strecke mit dem Fern- und Nahverkehr teilen. Bei dann zwangsläufig entstehenden Engpässen, würde der Güterverkehr bevorzugt.

Podiumsdiskussion in Kinosaal
Reges Interesse: Rund 140 Gäste kamen zu der Podiumsdiskussion im Kinosaal 8 des UCI (Quelle: DB Netz AG).

Ein weiterer Vorteil der S4: Sie bringt zusätzlichen Lärmschutz für die Anwohner – eben weil auf der gesamten Strecke gebaut wird. Das sieht die gesetzliche Lärmvorsorgepflicht im Bereich der S4-Trasse bei wesentlichen Änderungen im Bestand vor. Aber eben nur dann.

In der anschließenden Fragerunde standen die Vertreter der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, der DB Netz AG, des HVV und ein Schallschutzexperte, den Gästen Rede und Antwort. Auch die beiden Vertreter der Bürgerinitiativen, welche grundsätzlich die S4 begrüßen, aber gegen den Güterverkehr in der Stadt sind, waren auf dem Podium vertreten. Abgerundet wurde das fachkundige Podium vom Sprecher der pro S4-Initiative.

Die Fragen drehten sich dann auch genau um die Themen, die den Anwohnern am dringendsten unter den Nägeln brennen: Wie effektiv wird der Lärmschutz sein? Wie viele Güterzüge werden pro Tag erwartet? Was spricht gegen eine Einhausung der Strecke? Was wird gegen Erschütterungen getan? Wie kann die Führung der Baustraßen noch beeinflusst werden?

Es wurde kontrovers diskutiert und viele Fragen konnten in den zwei Stunden beantwortet werden. Für sehr spezifische Fragen bestand am Ende der Diskussion noch die Möglichkeit, diese bilateral mit einem Experten zu klären. Jede schriftlich eingereichte Frage wird nachträglich per E-Mail vom S4-Team beantwortet.

Fazit: Dass am Ende dieses Abends alle Anwesenden einer Meinung sein würden, war nicht zu erwarten. Es herrschte jedoch Konsens über den notwendigen Ausbau des Nahverkehrs in Hamburg und speziell auf der Strecke der zukünftigen S4. Es hat sich auch gezeigt, dass bei den Anliegern der Strecke noch Aufklärungsbedarf und manche Unsicherheit bestehen. Genau deshalb wird die DB auch weiterhin unterschiedliche Formate anbieten, damit jeder seine Fragen adressieren kann und Antworten bekommt. Wir von der DB Netz AG halten es für gut und richtig, im Gespräch zu bleiben und werden wie bisher den Dialog mit Ihnen suchen bzw. fortsetzen.

Alle Fragen und Antworten des Abends sowie die Präsentation finden Sie bald auf dieser Website.

 

Haben Sie auch Fragen? Dann wenden Sie sich bitte an s4@deutschebahn.com.

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