Salamu Alaikum, Salut, Hello und Moin nach Hamburg!

Quelle: DB Netz AG

Genauso international wie die Elbmetropole ist nun auch das neue Gesicht der S4 (Ost): Denn zum 1. Februar 2021 hat Amina Karam die Gesamtprojektleitung des Neubauprojekts übernommen. Nach vielen Jahren im Ausland ist die gebürtige Marokkanerin wieder zurück in ihrer Wahlheimat Deutschland. Unabhängig von ihren fließenden Deutsch-, Arabisch-, Französisch- und Englisch-Kenntnissen ist sie nicht nur eine kommunikative Macherin, sondern sich auch sehr bewusst, wie wichtig die neue S4 für die Region ist.

„Liebe Interessierte der S4, als neue Projektleiterin für dieses bedeutende Hamburger Projekt möchte ich mich gerne persönlich bei Ihnen vorstellen. Vor rund 20 Jahren bin ich nach Deutschland gekommen, um Bauingenieurwesen zu studieren. In den vergangenen Jahren habe ich bereits einige Erfahrungen als Projektleiterin großer Infrastrukturprojekte sammeln können und freue mich jetzt besonders, den Nahverkehr in Norddeutschland voranzutreiben.“

Doch wie kam es zum Wechsel auf die Auftraggeberseite „Deutsche Bahn“? „In meiner vorherigen Tätigkeit hatte ich bereits einige Berührungspunkte mit der Deutschen Bahn. Herausfordernde Infrastrukturmaßnahmen haben mich schon immer fasziniert, da passt die S4 genau richtig zu meinen Interessen.“.

Internationale Arbeit

Zuletzt leitete Frau Karam die Niederlassung eines großen Bauunternehmens in Essen. Davor war sie in Brüssel, Ägypten und Algerien tätig – ob die Untertunnelung des Suezkanals im Nord-Osten Ägyptens oder ein U-Bahnbau mitten durch die größte Stadt Algeriens: die 37-Jährige ist immer mit viel Energie dabei. Auch in die neue Aufgabe ist sie mit einer Vision gestartet. „Ich möchte in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen dem Projektteam, dem Bund, den Ländern, den ausführenden Baufirmen und der Öffentlichkeit die S4 stärken und das Projekt gemeinsam mit allen daran beteiligten Partnern erfolgreich realisieren.“

Beste Voraussetzungen dafür hat Amina Karam bereits im Bauprojekt am Suezkanal geschaffen, als sie ein Team von rund 260 Mitarbeiter:innen führte. Schichtpläne wurden an den muslimischen Fastenmonat Ramadan angepasst und die Baustellenlogistik auf intensive Militärkontrollen ausgerichtet – Alltag in Ägypten.

Parallelen zur S4 (Ost)

Davor leitete sie mit Ende 20 für rund vier Jahre die technische Bauausführung eines Bauabschnitts einer neuen U-Bahnlinie mitten durch das Stadtzentrum von Algier. Algerien ist eines der wenigen Länder in Afrika, das über ein Metrosystem verfügt. „Dass wir hier in Deutschland über eine so gute Infrastruktur verfügen, ist wirklich nicht selbstverständlich“, weiß Karam aus Erfahrung. Dennoch lassen sich Parallelen zwischen dem U-Bahnbau in Algier und dem Bau der S4 in Norddeutschland ziehen: Solche Projekte haben Auswirkungen auf Stakeholder wie Schulen, Anwohner:innen und weitere Institutionen. „Ich weiß um die Betroffenheiten vor Ort und mir ist es daher besonders wichtig, darüber in den persönlichen Austausch zu kommen“. Die Projektleiterin verrät, dass sie die Jahre in Afrika und im Mittleren Osten zu der Frau gemacht haben, die sie heute ist.

Ihre Amina Karam

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