Handzeichnung: Fahrgäste am Hamburger Hauptbahnhof

Wie entstehen eigentlich diese Visualisierungen?

Um Ihnen visuell zeigen zu können, wie die neue S4 in Zukunft aussehen könnte, nutzen natürlich auch wir Projektingenieure die Fortschritte der Digitalisierung, um solche besonderen Aufgaben anzugehen.

Aber wie kommen hier Realbild und Zukunft zusammen?
Im Grunde genommen beginnt alles mit der 2D-Planung, in der die Verkehrsanlagen maßstabsgetreu dargestellt werden. Diese Planung wurde auf Grundlage der Aufgabenstellung der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, intern durch unseren Fachplaner erstellt und anschließend durch eine spezielle Software in ein 3D-Modell überführt. Das heißt zur Länge und Breite kommt in diesem Fall auch erstmalig die Darstellung der Höhe hinzu: Die Objekte nehmen Farben und Formen an.

Dafür haben wir eine externe Agentur beauftragt, welche sich auf die Visualisierung von Bauprojekten spezialisiert hat. Da die Aufbereitung solcher 3D-Modelle sehr aufwendig ist, wurden im Projekt S4 bisher vorrangig die Verkehrsanlagen visualisiert, die in der Örtlichkeit sehr markant und von großer Bedeutung für die Öffentlichkeit sind.

Die neue Station Rahlstedt (Quelle: VECTORVISION GbR)

Im zweiten Schritt werden die fertigen 3D-Modelle mit der Bestandssituation verschmolzen.

Hierfür haben wir uns die Drohnentechnik zu Nutze gemacht, um schöne Perspektiven aus der Luft zu erfassen. Zwingend erforderlich hierbei ist die Genehmigung zur Befliegung. Über Bahnanlagen obliegt diese dem jeweiligen Anlagenverantwortlichen der Bahn. Weiterhin gilt es zu beachten, dass an dem Tag der Befliegung auch klare Sicht besteht, damit die Aufnahmen nicht beeinträchtigt werden.
Nach Auswertung der Aufnahmen folgt die Entscheidung, welche Aufnahmen perspektivisch für die Einarbeitung des 3D-Modells zu Grunde gelegt werden können.

Die Modelle werden mit Hilfe der bereits angesprochenen, speziellen Software in die ausgewählten Perspektiven integriert und sowohl farblich als auch im Detail aneinander angeglichen. Als Feinschliff folgt zum Ende noch die Retusche, also die Nachbesserung von störenden Objekten bevor es dann zum Abschluss in die Prüfung geht.

Hierbei wird geschaut ob die Visualisierung tatsächlich die Planung wiederspiegelt und das Modell korrekt in die Bestandsituation projiziert wurde.
Von Erstellung des 3D-Modells bis zur Fertigstellung der Visualisierung können auch schonmal drei Monate vergehen.

Und wenn ich mir als Projektingenieur diese schönen fertigen Visualisierungen so anschaue, weiß ich umso mehr, wofür ich Tag für Tag in diesem Projekt arbeite.

Zurück

Einen Kommentar schreiben