FAQ

Wie ist die Fahrgastentwicklung auf der Strecke Hamburg–Bad Oldesloe?

Die Zahl der Reisenden auf dieser Strecke hat zwischen den Jahren 2000 und 2010 um 50 Prozent zugenommen und die Tendenz ist weiter steigend.

Wann soll die erste S4 durch Stormarn rollen?

In dieser Präsentation finden Sie einen Terminplan.

Bitte beachten Sie, dass die Terminpläne vorbehaltlich der Planfeststellungsverfahren und der Finanzierung gelten.

Wie ist der Stand der Planung?

Im Planfeststellungsabschnitt 1 von Hasselbrook bis Luetkensallee sind die Arbeiten am weitesten fortgeschritten. Die Planfeststellungsunterlagen wurden im August 2016 beim zuständigen Eisenbahn-Bundesamt eingereicht. Damit ist das offizielle Genehmigungsverfahren gestartet. Nach der Vollständigkeitsprüfung durch das Eisenbahn-Bundesamt werden die Unterlagen von der Anhörungsbehörde, in diesem Falle der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovationen (BWVI) in Hamburg, öffentlich ausgelegt. Derzeitiger Stand für die Auslegung ist das zweite Quartal 2017. In diesem Rahmen haben Privatpersonen die Möglichkeit, ihre Einwendungen gegen das Projekt zu formulieren.

Der Zeitpunkt der Auslegung der Unterlagen wird rechtzeitig durch die Anhörungsbehörde öffentlich bekannt gegeben und nach Festlegung des Termins auf unserer Internetseite www.s-bahn-4.de veröffentlicht. Nach Abwägung aller Einwendungen und nach Durchführung des Erörterungsverfahrens ergeht der Planfeststellungsbeschluss.

Für die Planfeststellungsabschnitte 2 und 3 laufen aktuell die Entwurfs- und Genehmigungsplanungen. Wir gehen derzeit von der Einreichung der Planfeststellungsunterlagen beim Eisenbahn-Bundesamt zur Vollständigkeitsprüfung ab Herbst 2017 aus.

Was wird das Projekt kosten?

Die derzeitigen Kostenschätzungen liegen bei rund 950 Millionen Euro.

Wer trägt die Kosten?

Der Bau der neuen S-Bahn-Strecke ist ein Gemeinschaftsprojekt der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg, verantwortlich für die Planung sind daher Institutionen beider Länder: In Hamburg die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), in Schleswig-Holstein das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie. Mit der Durchführung des Projekts wurde die DB Netz AG beauftragt. Derzeit finden Finanzierungsgespräche zwischen dem Bund, den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein und der DB Netz AG statt.

Gibt es Anlieger-Proteste oder Klagen?

Es gibt auch im S4-Projekt Befürworter und Gegner der Maßnahmen. Die Deutsche Bahn setzt hierbei auf Dialog. In zahlreichen Bürgersprechstunden vor Ort, Bürgerveranstaltungen und auch Infoständen entlang der Strecke, stellt das Projektteam die Planungen transparent und offen dar und steht für Rückfragen und konkrete Diskussionen zur Verfügung.

Wo müssen überall Lärmschutzwände hin?

Gemäß aktuellem Planungsstand sind für das Gesamtprojekt insgesamt ca. 45 Kilometer neue Schallschutzwände vorgesehen.

Wie wird sich die Fahrtzeit der künftigen S4 gegenüber Regionalbahn und Regionalexpress von Bad Oldesloe nach Hamburg verändern?

Nach derzeitigem Stand wird die S-Bahn zukünftig bis Ahrensburg im 10-Minuten-Takt, bis Bargteheide im 20-Minuten-Takt und bis Bad Oldesloe im 60-Minuten-Takt verkehren.

Gibt es EU-Fördermittel für das Projekt?

Aufgrund der hohen Bedeutung der Strecke Hamburg–Lübeck für die gesamteuropäische Verkehrsplanung fördert die Europäische Union die Planung der neuen S-Bahn-Linie. Die Förderung umfasst bisher 50 Prozent aller bis 2015 erbrachten Planungsleistungen. Weitere Mittel werden im Verlauf des Projekts beantragt.

Wo sind zwischen Hamburg und Lübeck die Haltebahnhöfe?

 

Müssen die Bahnhöfe wie damals in Gartenholz nach EU-Richtlinien gebaut werden?

Nur die geplanten Bahnsteige der Verkehrsstation Kupfermühle unterliegen der technischen Spezifikation für die Interoperabilität bezüglich „eingeschränkt mobiler Personen“ (TSI PRM), da sie direkt an Gleisen des Transeuropäischen Netzes (TEN) liegen. Alle weiteren Stationen liegen an separaten S-Bahngleisen und werden nach nationalem Regelwerk barrierefrei errichtet. Das nationale Regelwerk berücksichtigt die Maßgaben der TSI PRM, aber für diese Stationen wird keine Zertifizierung nach europäischem Regelwerk benötigt.

Wird es neue Züge für die S4 geben?

Ja, es sollen neue Fahrzeuge beschafft werden.

Wird dem Tourismus Rechnung getragen (Fahrradwagen)?

Wie in allen S-Bahn-Verkehren in Hamburg/Schleswig-Holstein ist es gemäß geltender Bedingungen möglich, Fahrräder mit zu nehmen.

Welche Vorteile bringt die neue Verbindung?

- Steigerung Pünktlichkeit durch Trennung von Nah- und Fernverkehr

- Eine schnellere, verlässlichere und häufigere Verbindung aus dem Umland nach HH durch eigene S-Bahngleise

- Umsteigefreie Verbindungen in die Hamburger Innenstadt

- Entlastung des Hamburger Hauptbahnhofes

Wie sieht die Entlastung des Hamburger Hauptbahnhofs konkret aus?

Der Hauptbahnhof ist sehr stark frequentiert und höchst ausgelastet. Durch die S4, die zukünftig an den S-Bahn-Gleisen halten wird, entfallen die Regionalbahn-Halte im Hauptbahnhof. Die freigewordenen Kapazitäten können für andere Regionalbahnen oder Regionalexpresse genutzt werden. 

Werden sich die Fahrpreise erhöhen?

Die Fahrpreise stehen mit keinem Projekt unmittelbar in Verbindung. Die Verbundtarife orientieren sich vielmehr an Indizes/ Preissteigerungen und werden durch Vorschläge der Verkehrsverbünde (hier HVV) in der Bürgerschaft beschlossen.

 

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