Handzeichnung: Fahrgäste am Hamburger Hauptbahnhof

Finanzierungsvereinbarung trotz gestiegener Projektkosten auf den letzten Metern

Mit der Anerkennung sowohl eines Nah- wie eines Fernverkehrsnutzens wird seit Anfang 2019 zwischen Bund, Ländern und DB die Finanzierungsvereinbarung erarbeitet.

Den Hamburger Hauptbahnhof entlasten und bessere Verbindungen zwischen Hamburg und Bad Oldesloe schaffen; das versprechen sich Hamburg und Schleswig-Holstein, Bund und Bahn von der neuen S-Bahnlinie S4. Nachdem das Bundesverkehrsministerium das Projekt im November 2018 in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bedarfsplans Schiene hochgestuft hatte, steht nun im zweiten wegweisenden Schritt die Finanzierung sowie die Verteilung der Kosten kurz vor dem Durchbruch.

Durch die Finanzierungsvereinbarung werden auch die gestiegenen Kosten des Projektes gedeckt. Diese belaufen sich auf 1,44 Milliarden Euro reale Bau- und Planungskosten (ehemals 950 Mio. Euro real).

Die Projektkosten befinden sich auf aktuellem Preisstand 2018

Projektleiterin Bettina Gnielinski: „Die Anforderungen an komplexe Bauvorhaben dieser Größe steigen stetig. Obendrein boomt die Baubrache, was zu komplett veränderten Rahmenbedingungen auf dem Markt führt.“

Das Ergebnis der Finanzierungsverhandlungen der letzten Monate ist beachtlich: den überwiegenden Anteil der Kosten wird der Bund übernehmen, das entspannt die Situation für die übrigen Projektbeteiligten maßgeblich. In den Projektkosten enthalten ist bereits eine Risikovorsorge, darüber hinaus steht nur noch die Einigung über eventuelle weitere Kostensteigerungen aus.

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