Handzeichnung: ICE, Regionalbahn, S-Bahn und Güterzug

Das Projekt S-Bahnlinie S4 (Ost) von Hamburg nach Bad Oldesloe

Ausgangslage

Die Fahrgastzahlen im Regionalverkehr zwischen Hamburg, Ahrensburg und Bad Oldesloe nehmen seit Jahren stetig zu. Dabei sind die Züge auf dieser Strecke bereits heute ausgelastet. Weil der Nah-, Regional- und Fernverkehr hier dieselben Gleise nutzen, kommt es häufig zu gegenseitigen Behinderungen und damit zu Verspätungen und Zugausfällen. Außerdem sind viele Ziele innerhalb Hamburgs derzeit nur mit Umstieg im ohnehin überlasteten Hamburger Hauptbahnhof erreichbar.

Im Video zum Bau der S-Bahnlinie S4 können Sie sich einen kurzen Eindruck vom Projekt verschaffen:

Fahrgäste auf Mittelbahnsteig am Hamburger Hauptbahnhof
Der Hamburger Hauptbahnhof ist mit täglich rund 500.000 Nutzern überlastet.
  • Steigende Fahrgastzahlen, Auslastung der Züge am Limit
  • Mischbetrieb von Regional-, Fern- und Güterverkehr führt zu Verspätungen und Zugausfällen
  • Viele Ziele in Hamburg nur durch Umsteigen am Hauptbahnhof erreichbar
  • Hamburger Hauptbahnhof im Fernbahnbereich hinsichtlich Zug- und Reisendenzahlen überlastet

Was wir tun

Um den Fahrgästen zwischen Hamburg und Bad Oldesloe einen zuverlässigen Nahverkehr bieten zu können, wird auf dieser Strecke die neue S4 eingeführt. Entlang der Bestandsstrecke bauen wir für Sie zusätzliche Gleise. Nach dem Ausbau verkehrt dort anstelle der durch den Mischbetrieb (Nah- und Fernverkehre) störungsanfälligen RegionalBahn die neue systemeigene S-Bahn. Die RegionalExpress-Verbindung zwischen Hamburg und Lübeck bleibt wie gewohnt bestehen. Außerdem errichten wir in Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt fünf neue Stationen.

Details zu den geplanten Baumaßnahmen finden Sie hier.

Sämtliche Vorplanungsunterlagen zum Projekt können Sie auf der Website des Nahverkehrsverbunds Schleswig-Holstein herunterladen.

Strecke der neuen S-Bahnlinie S4 von Hamburg nach Bad Oldesloe

Ziele und Vorteile

handgezeichenter S-Bahn-Wagen, daneben S4 Logo

Vom Ausbau profitieren die Menschen im Kreis Stormarn und in Hamburg gleichermaßen:

  • Durch die neue S-Bahn-Strecke wird der Mischbetrieb größtenteils aufgelöst. Das führt zu weniger Verspätungen und ermöglicht der S4 einen dichteren Fahrplantakt.
  • Die neuen Stationen bieten den Fahrgästen bessere Umsteigemöglichkeiten und kürzere Wege: Viele Ziele innerhalb Hamburgs sind direkt erreichbar, ohne Umstieg am Hauptbahnhof.
  • Dieser wird zusätzlich dadurch entlastet, dass die S-Bahn künftig an den separaten S-Bahnsteigen hält, somit werden Kapazitäten für den Fernverkehr frei – ein Gewinn für den ganzen Norden!
  • Der bahnsteiggleiche Umstieg zur S1 in Hasselbrook ermöglicht zudem einen besseren Anschluss an den Hamburger Flughafen.
  • Um die steigende Nachfrage im Nahverkehr zu bedienen, kommen auf der S4 moderne, vollständig barrierefreie S-Bahn-Züge zum Einsatz.
  • Wartezeiten an geschlossenen Bahnübergängen entfallen für Autofahrer und Fußgänger künftig, da die meisten Übergänge durch Überführungen oder Tunnel ersetzt werden oder ganz entfallen. Zusätzlich stellt dies eine erhebliche Steigerung der Sicherheit an Bahnübergängen dar.

Projektpartner und Finanzierung

Der Bau der neuen S-Bahn-Strecke ist ein Gemeinschaftsprojekt der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg, verantwortlich
für die Planung sind daher Institutionen beider Länder: In Hamburg ist dies die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), in Schleswig-Holstein das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie. Mit der Durchführung des Projekts wurde die DB Netz AG beauftragt.

Logos Hansestadt Hamburg, Schleswig-Holstein, DB Netz AG

Die Kosten belaufen sich inklusive vertiefter Kosten- und Risikoanalyse nach jetzigem Stand auf rund 950 Millionen Euro. Derzeit finden Finanzierungsgespräche zwischen dem Bund, den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein und der DB Netz AG statt. Die Finanzierung des Projekts soll sowohl durch EU-Fördermittel als auch durch Bundes- und Landesmittel erfolgen.

Aufgrund der hohen Bedeutung der Strecke Hamburg–Lübeck für die gesamteuropäische Verkehrsplanung fördert die Europäische Union die Planung der neuen S-Bahn-Linie. Die Förderung umfasst bisher 50 Prozent aller bis 2015 erbrachten Planungsleistungen. Weitere Mittel werden im Verlauf des Projekts beantragt.

Zeitplan

Nach Abschluss der Vorentwurfsplanung startete die Bahn 2014 mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Im September 2016 hat das erste Planfeststellungsverfahren für den Planfeststellungsabschnitt (PFA) 1 Hasselbrook–Luetkensallee begonnen. Der Baubeginn ist frühestens für 2020 vorgesehen, die Inbetriebnahme nicht vor 2027.

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